WAS IST DER KERN UNSERER BOTSCHAFT?
Im Vergleich zu erdgeschichtlichen Zeiträumen verbringen wir Menschen eine sehr kurze Zeitspanne auf dieser Welt. Wir sollten immer daran denken, dass nach uns noch weitere Generationen geboren werden. Die Erde gehört uns nicht. Sie ist uns nur für eine kurze Lebensspanne geliehen worden. Wir dürfen sie bewohnen, haben aber damit die Verpflichtung übernommen, sie in einem guten Zustand zu hinterlassen. Genau das tut die Menschheit aber als Gesamtheit nicht. Eine unserer Kernforderungen lautet deshalb:
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auch künftige Generationen müssen auf der Erde noch ein lebenswertes Zuhause vorfinden.
Und einen weiteren Gedanken sollten wir immer im Sinn behalten: wir Menschen haben nur diesen einen Planeten, aber keine zweite Erde auf Lager, auf die wir umziehen könnten,
- wenn es hier zu heiß geworden ist,
- wenn es nicht mehr genug zu essen gibt,
- wenn Überschwemmungen unser Zuhause vernichtet haben.
Dann werden wir alle zu Klimaflüchtlingen, die wahrscheinlich niemand aufnehmen will. Genau so, wie die Deutschen keine Klimaflüchtlinge aufnehmen wollen, werden wir dann als Deutsche umherirren und betteln gehen, ob uns bitteschön jemand aufnehmen könnte, denn wir haben unsere Bleibe verloren. Es wird für viele Menschen eine bittere Erkenntnis werden, auf dieser Welt allein und verlassen zu sein.
Unsere Schlussfolgerung daraus lautet:
Wer die Kippelemente im Klimasystem der Erde kennt und ihre wechselseitigen Abhängigkeiten versteht, der weiß Bescheid über die
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Verletzlichkeit unserer menschlichen Lebensräume.
Gegen die entfesselten Urkräfte der Natur kann der Mensch auch mit moderner Technik nichts ausrichten. Von den neun Kippelementen des Klimasystems haben bereits zwei ausgelöst:
- das weltweite Sterben der Korallenriffe ist irreversibel und in vollem Gange. Mehr als 99% aller Riffe sterben bis 2100 ab – selbst dann, wenn die Menschheit bis dahin das 2-Grad-Ziel erreichen sollte. 25% aller Fischarten benötigen intakte Korallenriffe, um sich zu vermehren. Wir erwarten einen großen Verlust von Arten und einen dramatischen Rückgang der Fischbestände. Viele Menschen leben vom Fisch. Sie werden ihre Nahrungsgrundlage verlieren und hungern.
- das westantarktische Eisschild zerfällt und und schmilzt dahin. Der Kipppunkt wurde 2014 am Thwaites-Gletscher überschritten. Das Abschmelzen dieses Eisschildes wird den Meeresspiegel um mindestens 3m ansteigen lassen. Wegen der Wärmeausdehnung der Ozeane und des Eisverlustes auf Grönland wird der Meeresspiegel um mindestens 4m ansteigen. Weltweit sind über 130 große Städte unmittelbar vom Meer bedroht. Holland könnte komplett überschwemmt werden. Hamburg versinkt im Meer.
Weitere Kippelemente sind aktiv.
- Der Golfstrom hat sich seit 1950 um mindestens 15% abgeschwächt. Europa könnte eine neue Eiszeit bevorstehen, wenn er zum Erliegen kommt. Dann werden alle Deutschen zu Klimaflüchtlingen, weil bei uns nichts mehr wächst.
- Der Amazonas-Regenwald trocknet aus. Gleichzeitig wird er in unglaublicher Geschwindigkeit abgeholzt, für Sojaanbau und Viehhaltung. 17% der ursprünglichen Waldfläche sind bereits verschwunden. Fachleute warnen uns, dass er in wenigen Jahren seinen Kipppunkt überschreiten könnte und sich dann zu einer Savanne degradiert. Bei 20% Entwaldung könnte dieser Kipppunkt überschritten sein. Eine Austrocknung des Amazonasbeckens würde aber Sojaanbau und Viehzucht beenden, weil wegen der Dürre dort nichts mehr wächst – mit unglaublichen Folgen für die ökonomische und soziale Stabilität der Länder Südamerikas.
- Die Borealen Wälder in Alaska, Kanada und Sibirien sind von Austrocknung und Feuer bedroht.
- Gleichzeitig besteht die Befürchtung, dass die Permafrostböden der Nordhalbkugel auftauen könnten. Dort sind so gewaltige Mengen an CO2 und Methan gespeichert, dass die Freisetzung dieser Gase die Konzentration von Treibhausgas in der Atmosphäre verdoppeln könnte: von heute 415ppm auf 800ppm. Das würde einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 8°C bis 12°C bewirken. Wir wären in das Karbonzeitalter vor 360 Mio. Jahren zurück gekehrt. Es wäre das sichere Ende der heutigen Zivilisation.
Bei den Kippelemente des Erdklimasystems haben wir es mit Urkräften der Natur zu tun, denen der Mensch nichts mehr entgegen setzen kann. Wir alle werden unter den Folgen des Klimawandels leiden müssen.
Und eine weitere große Sorge treibt uns um: Wenn es zu viele Verlierer beim Klimawandel gibt, dann steht sogar die
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Stabilität unserer Gesellschaft,
ja sogar die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Staates auf dem Spiel.
Marodierende Banden könnten durch die Städte ziehen, wenn die staatliche Ordnung zusammen bricht, weil der Staat mit den Klimaproblemen überfordert ist. In einigen Ländern der Welt haben die Klimaprobleme bereits so überhand genommen, dass man von gescheiterten Staaten sprechen muss. Und die Zahl dieser instabilen und gescheiterten Staaten („failed states“) nimmt zu.
Plünderung der Vorräte und Deoxygenation
Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges (1945) ist die Menschheit rücksichtslos damit beschäftigt, unseren Planeten auszuplündern, zu zerstören, ihn so radikal umzugestalten, dass das Gleichgewicht des Lebens – die Balance der gesamten Biosphäre – gestört wird. Durch die Emission von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) verändern wir die chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre in einem so rasanten Tempo, dass sich die Erdoberfläche immer schneller erwärmt.
Die Menschheit steuert innerhalb einer kurzer Zeit von wenigen Jahrzehnten auf eine Warmzeit zu, auf die niemand von uns vorbereitet ist: nicht der Mensch, nicht die Pflanzen und auch nicht die Tierwelt. Veränderungen, die sich in erdgeschichtlichen Zeiten über Millionen von Jahren erstreckt haben, vollzieht der Mensch in einem schicksalhaften Globalexperiment in wenigen Jahrzehnten.
Auch die Ozeane erwärmen sich, immer schneller. Uns steht ein großes Fischsterben bevor. Der Sauerstoff in den Ozeanen wird knapp. Die Wissenschaftler nennen das DEOXYGENATION: die stetige Abnahme des Sauerstoffgehalts in den Ozeanen durch Ausgasung wegen der steigenden Wassertemperaturen: zwei Milliarden Menschen leben hauptsächlich vom Fisch. Wenn der Fisch stirbt, dann stirbt auch der Mensch.
Irreversible Vorgänge
Die Menschheit sitzt in einem Reagenzglas und führt mit sich selbst Experimente durch. Wir kommen aber aus diesem Reagenzglas nicht mehr heraus, wenn der Versuch misslingt. Es gibt bei diesem Experiment auch KEINE UNDO-Funktion, um per Knopfdruck wieder in den guten Anfangszustand zurück zu kehren und dann das Experiment in anderer Form zu wiederholen. Alle Vorgänge, die die Menschheit aktuell mit dem Klimawandel hervorruft, sind IRREVERSIBEL – also nicht umkehrbar.
Es gibt dann kein Zurück mehr:
- wenn der Eispanzer Grönlands abgeschmolzen ist, können wir ihn nicht wieder aufbauen.
- wenn der Golfstrom zum Erliegen kommt und Europa in eine neue Eiszeit abdriftet, können wir die thermohaline Zirkulation (AMOC) nicht wieder zum Leben erwecken und Europa auftauen.
- wenn eine Tier- oder Pflanzenart ausgestorben ist, können wir nicht Gott spielen und diese Spezies zu neuem Leben erwecken.
- wenn sich der ausgetrocknete Amazonas-Regenwald durch Feuerwolken selbst vernichtet hat (wie es mit den Wäldern Australiens in der Feuersaison 2019/2020 passiert ist), können wir ihn nicht mehr aufforsten. Verbrannte Erde und giftige Böden verhindern eine Aufforstung über Jahrzehnte. Die Chance auf Wiederherstellung des Lebens ist verpasst!
- Wenn große und schöne Städte wie London, Hamburg, New York oder Tokio durch Überflutung unbewohnbar geworden sind, müssen wir sie aufgeben und woanders hingehen. Aber wohin?
Drastische Veränderungen im Konsumverhalten notwendig
Die Menschheit hat sich auf ein sehr gefährliches Spiel eingelassen. Es wäre für uns alle besser, diese Wette auf die Zukunft nicht einzugehen. Wir müssen zu drastischen Veränderungen unseres Konsums und unserer persönlichen Lebensweise bereit sein, um das Klima zu retten. Dazu gehört unter anderem, dass
- wir viel weniger Rohstoffe und Energie verbrauchen, dass
- wir weniger Fleisch essen, weil seine Erzeugung viel CO2 freisetzt und die Nahrungseffizienz verschlechtert, dass
- wir auf das Fliegen ganz verzichten, dass
- wir viel weniger Auto fahren und nur noch elektrische Antriebe benutzen, dass
- wir auf Kreuzfahrten mit schmutzigen Luxuslinern ganz verzichten, dass
- wir keinen Strom mehr aus Kohle erzeugen,
um die Klimakatastrophe zu verlangsamen oder vielleicht sogar noch zu stoppen.
Wie sieht eine Lösung aus?
Gleichzeitig müssen wir auf allen Hausdächern Solaranlagen installieren, ganz viele Windräder aufstellen, die Energieeffizienz aller Geschäftsprozesse verbessern und unser Ego dazu bringen, mit viel weniger Gütern des täglichen Lebens auch glücklich und zufrieden zu leben. Entweder schaffen wir Menschen es, dass wir uns selber kleiner machen, um eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten zu haben, oder der Klimawandel wird uns ganz klein und rund machen bis es uns als Spezies auch nicht mehr gibt.
Wir Klimaaktivisten fordern RESPEKT vor dem Klima sowie RESPEKT vor dem Lebensrecht der Tiere und Pflanzen, denen ein geschütztes Drittel des Lebensraums auf der Erde exklusiv zusteht. Unser Motto heißt:
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ZUERST DAS KLIMA, DANN DER MENSCH!
Außerdem sind wir Menschen viel zu viele geworden. Der Planet ist überbevölkert. Wir trampeln uns zu Tode und gehen uns auf die Nerven. Der Mensch hat sich wie eine Heuschreckenplage über die Erde ausgebreitet. Das war falsch! Wir dürfen nur noch so viele Kinder produzieren wie wir nachhaltig versorgen können. Wer mehr Kinder in die Welt setzt als er sicher ernähren kann, handelt verantwortungslos und unethisch. Er gefährdet mit diesem Handeln das ökologische Gleichgewicht auf der Erde.
Außerdem sind wir Menschen viel zu viele geworden. Der Planet ist überbevölkert. Wir trampeln uns zu Tode und gehen uns auf die Nerven. Der Mensch hat sich wie eine Heuschreckenplage über die Erde ausgebreitet. Das war falsch! Wir dürfen nur noch so viele Kinder produzieren wie wir nachhaltig versorgen können. Wer mehr Kinder in die Welt setzt als er sicher ernähren kann, handelt verantwortungslos und unethisch. Er gefährdet mit diesem Handeln das ökologische Gleichgewicht auf der Erde.
Zehn Schicksalsjahre liegen vor uns!
Wir sehen das Menetekel eines globalen Kollapses auf die Wand geschrieben, auf die wir mit großer Geschwindigkeit zurasen. Ohne zu übertreiben, können wir heute feststellen:
- unser Wohlergehen auf dieser Erde war noch nie so stark gefährdet wie im Jahr 2020.
Es wird in der Zukunft auch nicht mehr besser werden. Die Menschheit hat die Belastungsgrenzen der Erde überschritten. Die nächsten 10 Jahre werden darüber entscheiden, wie es langfristig weitergehen wird. Das Zeitfenster für eine sichere und zukunftsfähige Lösung beim Klimaschutz wird immer kleiner. Die Menschheit müsste entschlossen handeln, um das Schlimmste abzuwenden. Wir hoffen, dass sie noch rechtzeitig genug zur Besinnung kommt.
Welche Konsequenzen hat der Klimawandel?
Auf unserer Internetseite werden wir Schritt für Schritt erklären, welche Konsequenzen der Klimawandel für den Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm, für Bayern, für Deutschland, für Europa und für die gesamte Erde haben wird. Da wir als Verein keine eigene Klimaforschung betreiben, sondern auf die Ergebnisse der Wissenschaftler angewiesen sind, werden wir sorgfältig darauf achten, die Quellen für unsere Aussagen zu prüfen und alle Quellen anzugeben, die wir konsultieren, so dass unsere Aussagen einer objektiven Überprüfung standhalten. Unser Ziel ist die Darstellung des aktuellen Standes der wissenschaftlichen Forschung.
Unser Klimavortrag
Im Hinblick auf die Kommunalwahlen in BAYERN am 15.03.2020 haben wir im Landkreis Pfaffenhofen 14 Vorträge abgehalten, um unsere Mitbürger über die Rolle der Kippelemente im Klimasystem zu informieren. Wir tun dies auf eine besonnene, wissenschaftliche Art und Weise, ohne dabei Panik zu verbreiten, ohne Übertreibungen und ohne Schuldzuweisungen, denn Schuld am Klimawandel sind wir alle, mal mehr und mal weniger.
Wir referieren die Fakten, erklären die Zusammenhänge und ziehen Schlussfolgerungen in Bezug auf künftige Ereignisse. Unser Klimavortrag ist unser ganz persönlicher Beitrag zur politischen Bildung. Wir können den Zuhörern die Wahrheit sagen, freundlich, aber bestimmt. Wir sind keine Politiker. Wir wollen nicht gewählt oder wiedergewählt werden. Wir müssen nicht lügen oder die Halbwahrheit sagen. Wir können uns den Luxus leisten, die Probleme beim Namen zu nennen und auf die Konsequenzen aufmerksam zu machen, die der fortgesetzte Verstoß gegen Klimaregeln zur Folge haben wird.
Unsere Internetpräsenz befindet sich im Aufbau. Im Februar 2020 verweisen wir zunächst nur auf die Vortragstermine. Weitere Inhalte werden Schritt für Schritt folgen. Aktuell ist in jedem Fall unser angekündigter Vortrag. Wir nehmen Sie mit
- auf eine Zeitreise vom Karbon, 360 bis 300 Mio. Jahre vor unserer Zeit, als die Kohleflöze entstanden,
- über Pangaea, den Superkontinent, und
- das Auseinanderdriften der Kontinente bis zum Einschlag des großen Meteoriten,
- vom Beginn der Industrialisierung 1850 bis zum Heute, und zeigen Ihnen dann,
- wie unsere Zukunft im Jahr 2100 aussehen könnte.
Wir erklären Ihnen, warum es Eiszeiten gab und warum die aktuelle Erwärmung des Planeten nichts mit dem Einfluss der Erdparameter im Sonnensystem zu tun hat. Wir zeigen Ihnen Eisbohrkerne und dass Forscher darin wie in einem großen Buch lesen können, wann welcher Vulkan ausbrach, wie warm es vor 600.000 Jahren auf der Erde war, wie viel CO2 sich damals in der Atmosphäre befand und welche Strömungsverhältnisse im Meer existierten. Dabei werden Sie immer besser verstehen, welche Kippelemente es im Klimasystem der Erde gibt, wie sie erdgeschichtlich entstanden sind und was sich während der letzten Jahrzehnte an ihnen verändert hat.
Ein ganz wesentliches Ziel des Vortrags besteht auch darin, Ihnen das Vertrauen in die RICHTIGKEIT der Aussagen der Klimaforscher zu vermitteln. Wer die Fakten kennt, ist gegen die Propaganda der dummen Klimaleugner gewappnet.
Unsere Vortragsreise ist mit der Kommunalwahl am 15.03.2020 zu Ende gegangen. Sie können aber unseren Klimavortrag buchen, eine Räumlichkeit organisieren und die Zuhörer einladen. Der Vortrag eignet sich auch für Firmen, die eine umfassende Fortbildung zum Klimaschutz für ihre Mitarbeiter organisieren wollen.
Dr. Michael Schaaf
Diplomphysiker
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